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Weiterbildung zum Peer Support Counsellor

Zur psychologischen Unterstützung nach belastenden Erlebnissen haben sich bei Berufsgruppen mit einem erhöhten Risiko für posttraumatische Belastungsstörungen kollegiale Ansprechpartner (Peers) bewährt. Das Peer Support System entwickelte sich zunächst in den USA und kam später auch nach Europa. Im Mittelpunkt steht die Hilfe zur Selbsthilfe und die Nutzung der bewältigenden Ressourcen im sozialen Netz des Betroffenen.

Die Peer Support Weiterbildung richtet sich an:

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Mitarbeiter von Rettungsorganisationen

Mitglieder der Feuerwehren

Mitglieder von Zivilschutzdiensten und technischen Hilfswerken

Polizeibeamte und Streitkräfte

Mitarbeiter von grossen Transportunternehmen

Mitarbeiter von Justizvollzugsanstalten

Mitarbeiter von Geldinstituten

Mitarbeiter von Arbeits- und Sozialämtern

Mitarbeiter in Kassenbereichen von Tankstellen, grossen Kaufhäusern usw,

medizinisches Personal (Mitarbeiter der Intensivmedizin, Notärzte usw.)

im akuten Krisenmanagement Tätige

Mitarbeiter ausgewählter Risikobereiche (Sicherheitsbranche)

Mitarbeiter der Telefonseelsorge und psychosozialer Beratungsstellen

usw.

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Im Peer Support System kooperieren organisationsinterne Peers mit vornehmlich externen Notfallpsychologen. Auf diese Weise wird die Kompetenz einer Organisation bzw. eines Unternehmens, auf berufsbedingte psychische Belastungen angemessen zu reagieren und ein bewältigendes Milieu zu schaffen, erhöht. Professionelle Hilfe wird nur dort in Anspruch genommen, wo dies nötig ist.  Deshalb lernen die Peers in Ihrer Ausbildung u.a.  die Frühwarnzeichen einer posttraumatischen Belastungsstörung kennen, bzw. kontaktieren bei Fragen ihren Notfallpsychologen vor Ort. Er verfügt über weitere Hilfsmöglichkeiten, z.B. individuell abgestimmte Bewältigungstrainings, die den Betroffenen zum Experten für seine eigene Bewältigung machen, ihn in Trainings dazu anleiten und so seine Eigenverantwortung stärken.

 

Voraussetzung für ein gut funktionierendes Peer Support System ist eine sorgfältige Weiterbildung von Freiwilligen im Unternehmen bzw. in der Organisation. Das Training umfaßt neben der Vermittlung des Basiswissens über psychische Belastungen und ihre gesunde Bewältigung vor allem das Einüben von geeigneten Gesprächstechniken, die zur Klärung und handlungsorientierten Strukturierung belastender Szenarien beitragen. Dabei wird berücksichtigt, dass auch länger zurückliegende Probleme,  Konflikte oder alte seelische Verletzungen aktuell belastende Situationen färben oder gar massgeblich bestimmen können.

 

Im Peer Support System kann die vom Betroffenen benötigte psychosoziale Unterstützung nach erschütternden Ereignissen frühzeitig und wohnortnah bereit gestellt werden und es kann einer unerwünschten  „Psychiatrisierung“ einer gesunden Ausgangspersönlichkeit in den meisten Fällen wirksam vorgebeugt werden.